Eurodistrict Saarmoselle
 

IFSI-Studie

Machbarkeitsstudie zum Ausbildungsangebot im Bereich Gesundheitsberufe

 

Die Durchführung dieser Studie beinhaltete zwei Phasen:

Phase 1: Bestandsaufnahme und Analyse des Ausbildungsangebotes im Bereich Gesundheitsberufe und der Pflegeinfrastruktur im Gebiet Moselle Est

Phase 2: Perspektiven und Entwicklungen

 

Nach der ersten Phase hat der Lenkungsausschuss Folgendes bewilligt:

- die Ergebnisse der Bestandsaufnahme,

- zwei Fragestellungen, die in der zweiten Phase zu untersuchen waren.

 

Die erste Phase konzentriert sich auf die Ausbildungsinstitute. Es sollte eine auf zwei Szenarien beruhende SWOT-Analyse durchgeführt werden:

 

1.  Status quo: zwei IFSI (Institute zur Krankenpflegerausbildung) in der Moselle Est, Betrachtung von drei Szenarien:

a)  Unveränderte Gebäudesituation der IFSI

b)  Ein neues Gebäude für das IFSI in Sarreguemines

c)  Ein neues Gebäude jeweils in Sarreguemines und Forbach

 

2.  Ein gemeinsamer Standort: Schaffung eines einzigen Instituts für die Krankenpfleger-Ausbildung in der Moselle Est durch den Zusammenschluss der zwei existierenden IFSI.

 

Die zweite Fragestellung betraf den grenzüberschreitenden Aspekt im Bereich des Ausbildungsangebots für Gesundheitsberufe. Ziel war es, Möglichkeiten zur Stärkung der existierenden Kooperationen herauszuarbeiten, z.B. die Bildung eines deutsch-französischen Ausbildungsgangs für die Krankenpfleger-Ausbildung oder mittelfristig sogar eines deutsch-französichen Ausbildungsinstituts für Gesundheitsberufe.

 

Zusammenfassung der Bestandsaufnahme:

- Eine dynamische Ausbildungsstruktur, die aber mit veralteten Gebäuden und zu engen Räumlichkeiten konfrontiert ist

- Wachsender Bedarf an Krankenpfleger/innen und Krankenpfleghelfer/innen, aber Unsicherheit auf Grund der Unstrukturierungen und der knappen Finanzausstattung der Pflegeeinrichtungen

- Nicht ausgeschöpftes Potenzial grenzüberschreitender Kooperationen

 

Nach Analyse der Szenarien scheint es wichtig, die beiden lokalen Standorte für die Krankenpfleger-Ausbildungsinstitute zu erhalten.

Die Planung von Immobilienprojekten ist längerfristig sinnvoll, da:

- die Anzahl der Studierenden über die letzten Jahre gewachsen ist,

- die Entwicklung der grenzüberschreitenden Beziehungen geplant ist.

 

Strasbourg Conseil hat ebenfalls die Situation der Krankenpfleger-Ausbildungsinstitute in ganz Lothringen untersucht. Die räumliche Ansiedlung der IFSI entspricht weder einer Zuordnung zu Départements noch dem lokalen Bedarf im Bereich Gesundheitsversorgung. Ihre Verteilung richtet sich mehr oder weniger nach den Standorten der Einrichtungen, denen sie zugeordnet sind. 17 Institute befinden sich in Lothringen, 7 im Département Moselle, jeweils 4 in den Départements Meurthe-et-Moselle und Vosges und 2 im Département Meuse. 7 gesundheitliche Versorgungsräume („territoires de santé de proximité") verfügen über gar kein Pflege-Ausbildungsinstitut.

 

Um die Anzahl der angestellten Krankenpfleger mit den Angebot an Ausbildungsplätzen in den IFSI zu vergleichen, konnten die Gemeinden mit den meisten angestellten Pfleger/innen im Verhältnis zu den Ausbildungskapazitäten der nächstgelegenen IFSI ermittelt werden. Gemeinden mit einer geographischen Nähe von ca. 30 Fahrminuten wurden einem gemeinsamen Untersuchungsgebiet zugeordnet. Die Studie hat gezeigt, dass das Gebiet Sarreguemines, Bitche, Forbach - abgesehen von Nancy - in Bezug auf das Verhältnis Ausbildungsplätze/angestellte Krankenpfleger eines der schlechtesten Ergebnisse aufweist

 

Die grenzüberschreitende Kooperation sollte in folgenden Bereichen verstärkt werden:

- durch die Unterstützung von Institutionen, die Projekte entwickeln,

- durch die Vereinfachung des gesetzlichen Rahmens,

- durch Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden aus Institutionen beider Länder,

- durch bessere Kenntnisse und Wahrnehmung der Gesundheitsberufe beiderseits der Grenze,

- durch eine Minderung der Sprachbarriere.

 

Die endgültige Version der Machbarkeitstudie kann unter folgendem Link

herunterladen werden: http://www.strasbourg-conseil.com/casc.3900.html