Eurodistrict Saarmoselle
 

Strategie 2021-2027 für den Eurodistrict SaarMoselle

Strategie des Eurodistricts SaarMoselle für die Förderperiode 2021 bis 2027

 

Das in der Territorialen Strategie SaarMoselle 2020 festgelegte Aktionsprogramm des Eurodistricts geht zu Ende. Im Zuge der Erarbeitung des neuen Aktionsprogramms hat das Kooperationsbüro vor einigen Monaten den Konsultationsprozess mit seinen Mitgliedern gestartet, um die Verabschiedung der neuen Territorialen Strategie für 2027 vorzubereiten. In diese Strategie fließen die territorialen politischen Zielsetzungen der Mitglieder ein. Sie wird es auch ermöglichen, bei verschiedenen Instanzen europäische Fördermittel, aber auch auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene Kofinanzierungen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu beantragen.

 

Die Territoriale Strategie spiegelt die mittel- und langfristigen Ziele der Eurodistrict-Mitglieder wider. Einige vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanzierte Projekte stehen im Zeichen der Kontinuität der EU-Programme, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterstützen. Somit werden die zum Ende der vorigen Programmperiode begonnenen Interreg VA-Projekte in der neuen Periode fortgeführt. Dies ist zum Beispiel der Fall beim Projekt der grenzüberschreitenden Kinderkrippen „Babylingua" oder auch beim Projekt der Gesundheitskooperation „GeKo". Hinzu kommen, beruhend auf der Bilanz der vorhergehenden Periode und den Überlegungen der Arbeitsgruppen, neue Projekte für die 5 großen Themenbereiche, die für das Gebiet SaarMoselle festgelegt wurden:

·         Interkulturalität und Zweisprachigkeit

·         Wirtschaftsentwicklung,

·         Nachhaltige Territorial- und Stadtentwicklung und Verkehr,

·         Gesundheit

·         Sowie Tourismus.

   Strategie 2027 Thematique d

 

Die 23 Maßnahmengruppen im ersten Entwurf der Territorialen Strategie umfassten insgesamt 83 konkrete Aktionen, welche das operative Aktionsprogramm darstellen. Das Kooperationsbüro hat den Delegierten beide Projektlisten unterbreitet, damit sie die für die Entwicklung der Region prioritären Maßnahmengruppen benennen können, sowie die Einzelmaßnahmen, die sie mit der Unterstützung ihrer Gebietskörperschaft durchführen möchten.

Aus dieser Abstimmung resultiert eine repräsentative Mehrheit mit einer fast gleich hohen Beteiligung von französischen und deutschen Mitgliedern. Zur Klassifizierung der Ergebnisse wurden die Projekte in 3 Prioritätsstufen unterteilt:

·         Die erste Kategorie beinhaltet die Leuchtturmprojekte, die von zahlreichen französischen und deutschen politischen Vertretern unterstützt werden.

·         Die zweite Kategorie umfasst die wünschenswerten Projekte, für die bereits Vorarbeiten laufen oder für die noch rechtliche oder administrative Hürden zu beheben sind.

·         Die letzte Kategorie mit dem Titel „Nice to have" enthält Projekte mit weniger Zustimmung, deren Umsetzung kompliziert erscheint oder auch davon abhängt, dass zunächst andere Schritte durchgeführt werden.

 

In der Versammlung haben die politischen Vertreter die vorgeschlagene Priorisierung der Projekte verabschiedet. Diese Klassifizierung stellt die Grundlage für die Vorgehensweise des Eurodistricts in den kommenden Jahren dar. Die endgültige Auswahl der Maßnahmen wird vor allem vom Willen der Partner und von den europäischen Fördermöglichkeiten abhängen, aber auch von den finanziellen und personellen Ressourcen, die der Eurodistrict und seine Partner bereitstellen können.