Eurodistrict Saarmoselle
 

Start des Projekts -GeKo SaarMoselle- 2020-2022

Strukturierung und Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich auf dem Gebiet SaarMoselle

 

Die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich ist im Alltag der Menschen in unserer Region fast bedeutungslos geworden. Die Coronakrise hat allerdings gezeigt, dass sie im Gesundheitssektor immer noch sehr präsent ist.

 

Seit 10 Jahren baut der Eurodistrict SaarMoselle administrative Barrieren ab, die der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Weg stehen. Nun nimmt er sich des schwierigen Themas GesundheitsKooperation (GeKo) an mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsakteuren auf beiden Seiten der Grenze zum Wohle der Menschen zu verbessern.

 

Auf Einladung von Uwe CONRADT, Präsident des Eurodistricts SaarMoselle und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken, trafen sich die deutschen und französischen Partner* des GeKo-Projekts am Mittwoch, den 7. Oktober 2020, im Klinikum Saarbrücken zum offiziellen Start ihrer gemeinsamen Arbeit.

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Das Arbeitsprogramm umfasst die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern und den Notfalldiensten beiderseits der Grenze, die Digitalisierung des Austauschs zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern und die Information der Öffentlichkeit. Auch das Krisenmanagement und die gegenseitige Hilfe zwischen den beiden Ländern werden Gegenstand der gemeinsamen Arbeit sein, damit dramatische Situationen wie in der Corona-Krise künftig vermieden werden.

 

Der Aachener Vertrag vom Januar 2019, der den Elysée-Vertrag von 1963 fortschreibt, eröffnet den Grenzregionen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die der Eurodistrict SaarMoselle nutzen wird. Präsident Uwe CONRADT: "Mit diesem innovativen Ansatz wollen wir konkrete Verbesserungen für die Menschen diesseits und jenseits der Grenze erreichen".

 

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Wie Vizepräsident Gilbert SCHUH betonte, kann das Projekt GeKo SaarMoselle auf bereits bestehenden grenzüberschreitenden Vereinbarungen aufbauen. Dies sind z.B. die 2019 unterzeichnete MOSAR-Konvention und die Vereinbarung im Bereich Kardiologie zwischen den Krankenhäusern Forbach und Völklingen, die seit 2013 in Kraft ist.

 

Peter GILLO, Regionalverbandsdirektor und SHG-Aufsichtsratsvorsitzender, unterstrich, dass der politische Wille Grundvoraussetzung für den Erfolg der Zusammenarbeit sei. Ebenso unerlässlich sei aber die Bereitschaft aller Partner, sich auf einen komplizierten Kooperationsprozess einzulassen.

 

Mit der Zusammenarbeit in dem Projekt drücken der Präsident und die gewählten Vertreter des Eurodistricts SaarMoselle sowie die Partner von GeKo ihre Bereitschaft aus, das "Zusammenleben" und die europäische Idee konkret und täglich mit Leben zu erfüllen.

 

Das GeKo-Projekt wird finanziell vom Programm INTERREG V Großregion der Europäischen Union, den SHG-Kliniken Völklingen, der französischen Krankenkasse MGEN, dem saarländischen Gesundheitsministerium und der Agentur für Gesundheit der Region Grand Est (ARS) getragen. Das GeKo-Gesamtbudget beträgt 1.021.638 €. Das Projekt endet am 31.12.2022.

 

Partner des Projekts:

Projektleitung: Eurodistrict SaarMoselle

Finanzielle Partner: SHG-Kliniken Völklingen, die französische Krankenkasse MGEN, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes und die Agence Régionale de Santé Grand Est

 

Methodologische Partner: Klinikum Saarbrücken, die Krankenhäuser Forbach, Freyming-Merlebach, und Saargemünd, die französischen Krankenkassen CPAM 57 und 67, AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) Landesvertretung Saarland, Service Départemental d'Incendie et de Secours de la Moselle (SDIS57) und der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar, die Université de Lorraine und das Universitätsklinikum des Saarlandes.

 

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