Eurodistrict Saarmoselle
 

Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf den EVTZ

Die Gesundheitskrise hat zahlreiche Planungen für das Jahr 2020 umgeworfen.
Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hatten direkte Auswirkungen auf mehrere Projekte des Eurodistricts und die Arbeitsweise seiner Organe. Es konnten noch nicht alle neuen Termine festgelegt werden, aber für einige Veranstaltungen gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

So war unser Auftritt auf der Hannover Messe betroffen. Unser Vorstand hat sich dafür ausgesprochen, dass der Eurodistrict sich an der nächsten Ausgabe vom 12. bis 16. April 2021 beteiligt. Dann erhalten die als „Botschafter" beteiligten Unternehmen eine neue Gelegenheit, mit der Unterstützung unserer regionalen Wirtschaftsförderer Kontakte zu internationale Unternehmen zu knüpfen.

Ebenso war das 20. Jubiläum des Warndt Weekends betroffen, das für das erste Juni-Wochenende geplant war. Das traditionelle Erlebniswochenende, das ein buntes Freizeitprogramm für Kultur-, Musik- und Sportbegeisterte bietet, wurde auf das kommende Jahr verschoben, in der Hoffnung auf das erneute Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen, Vereine und Kommunen aus SaarMoselle.

Sehr gerne wären wir anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Eurodistricts an den Ort zurückgekehrt, wo er am 6. Mai 2010 gegründet wurde. Vor zehn Jahren fanden im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken die Gründungsfeierlichkeiten statt.

So bot sich dieser Ort auch für die 10-Jahr-Feier an, geplant für den Tag der Sommersonnenwende in Kombination mit der „Fête de la Musique". Auch hier müssen wir uns nun noch mehrere Monate gedulden, bis wir die 10 Jahre grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Eurodistrict SaarMoselle gebührend feiern können.

 

Die Verschiebung der französischen Kommunalwahlen hat zu einer Ausnahmesituation geführt: Die bisherigen französischen Delegierten der EVTZ-Versammlung bleiben bis zu einer neuen Entscheidung der französischen Regierung im Amt. Das Notstandsgesetz vom 23. März 2020 angesichts der Covid 19-Epidemie gibt dem Präsidenten außerdem die Vollmacht, die Aktivitäten des EVTZ in dieser Zeit aufrechtzuerhalten. Dieser hat beschlossen, sich bei Entscheidungen, die normalerweise der Versammlung obliegen, systematisch mit den Vizepräsidenten und Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Durch diese Lösung bleiben wir arbeitsfähig.

 

In der aktuellen Krise hat der Eurodistrict auch neue Aufgaben übernommen, indem er als Informationsplattform zwischen den verschiedenen saarländischen und mosellanischen Institutionen fungierte und sich mit den anderen Eurodistrikten an der deutsch-französischen Grenze, mit der Präfektur, der Région Grand Est, dem Département Moselle und dem Europaministerium des Saarlandes über die Hauptschwierigkeiten austauschte, insbesondere in Zusammenhang mit dem Grenzübertritt für Anwohner, Pendler oder Angehörige bestimmter Berufsgruppen.
Der EVTZ setzte sich außerdem für den Transfer von an Covid 19 erkrankten Patienten aus dem Departement Moselle ins Saarland ein. Hierbei übernahm er im Wesentlichen die Rolle des Koordinators zwischen den Krankenhäusern, die das Gesundheitsabkommen MOSAR unterzeichnet haben, der Agence Régionale de Santé (ARS) Grand Est und dem Saarland. So konnten ca. 15 Patienten in das Saarbrücker Klinikum und die SHG Kliniken Völklingen aufgenommen werden.

Schließlich richteten zahlreiche Repräsentanten des Eurodistricts einen gemeinsamen Appell an Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Macron, um eine bessere Abstimmung und schnellere Wiedereröffnung unserer Grenzen zu erreichen.