Eurodistrict Saarmoselle
 

Neue Präsidentschaft beim Eurodistrict

Am Montag, den 18. Juni hat die Versammlung des Eurodistrict SaarMoselle Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken, zur neuen Präsidentin gewählt. Oberbürgermeisterin Britz hatte das Amt bereits von 2010 bis 2012 bei der Gründung des Eurodistricts inne. 1. Vizepräsident ist ab jetzt Gilbert Schuh, ebenfalls Bürgermeister von Morsbach und Mitglied des Departementalrates. Zum ersten Mal wurden auch zwei weitere Vize-Präsidenten gewählt: Stephan Strichertz, Bürgermeister von Kleinblittersdorf und Roland Roth, Präsident des Stadtverbandes Sarreguemines Confluences und scheidender Präsident des Eurodistricts. Sie werden die Präsidentin in der Ausübung der zahlreichen Aktivitäten, die beim Eurodistrict durchgeführt werden, unterstützen und ihre Vertretung gewährleisten.
 Präsidium_2018
 v.l.n.r.: Roland Roth, Stefan Strichertz, Präsidentin Charlotte Britz, 1. Vizepräsident Gilbert Schuh. ©Landeshauptstadt Saarbrücken

 

 
Nach ihrer Wahl hat sich Charlotte Britz bei ihren Vorgängern für die geleistete Arbeit bedankt und beteuert, die Arbeiten mit dem gleichen Elan fortzusetzen, und hat auch hervorgehoben, dass „die grenzüberschreitende Zusammenarbeit grundlegend ist für dauerhaften Frieden in Europa“. Während ihres Mandates möchte sie folglich das Erlernen der Sprache des Nachbarns und den Jugendaustausch in den Vordergrund stellen, was der Schlüssel für die Zukunft Europas ist. Das grenzüberschreitende Krippenprojekt wird somit selbstverständlich fortgesetzt.

Während der kommenden zwei Jahre muss der Eurodistrict auch seine territoriale Strategie aktualisieren und die Weichen für seine Entwicklung für die nächste Förderperiode stellen, die bis 2027 andauern wird.

Die Mitgliederversammlung von SaarMoselle, die den Wahlen gewidmet war, war auch eine Gelegenheit für Roland Roth, Bilanz zu ziehen aus seinem Mandat. Er hat insbesondere die Bewilligung des Fördermittelantrags zur Umsetzung eines grenzüberschreitenden Ticketingsystems durch das Programm Interreg VA Großregin betont. Das System, das derzeit gemeinsam mit der Region Grand Est, dem Saarland und dem Stadtverband Forbach entwickelt wird, wird es ermöglichen, auf die besonderen Bedürfnisse der Grenzpendler bei Fahrkarten einzugehen, aber auch Dienstleistungen anbieten sowie einen gemeinsamen Tarif und Reiseauskünfte.

Im Laufe der vergangenen beiden Jahre haben der Eurodistrict und seine Partner ebenfalls ihr Vorgehen im Bereich des Standortmarketings mit der Teilnahme an der Industriemesse in Hannover 2018 weiterverfolgt.

Die Projekte im Bereich des sozialen Zusammenhaltes und des Sprachenerwerbs waren ebenfalls sehr erfolgreich, da die beiden Projekte FAGA und SESAM Großregion, die dem Sprach- und Kulturaustausch gewidmet sind und an denen der Eurodistrict als finanzieller Partner beteiligt ist, und auch das grenzüberschreitende Krippenprojekt von Interreg bewilligt wurden. Somit profitieren diese Projekte bzw. werden künftig von erheblichen Fördermitteln profitieren. Die Initiative bezüglich der Krippen stellt eine wirkliche Herausforderung in Bezug auf die Verwaltung, die Finanzierung, die rechtlichen Grundlagen sowie das pädagogische Konzept dar. Dieses Projekt bringt einen großen Personalaufwand bei den Partnern mit sich, der sich aber lohnen wird. Die künftigen Einrichtungen können zu Leuchtturmprojekten des Eurodistricts werden, beispielhafte Projekte für andere Partner auf unserem Gebiet sein und vor allem auch die Sichtbarkeit des Eurodistricts für die Bürger erhöhen.

Roland Roth hat schließlich auch an die Entscheidung des Eurodistricts erinnert, eine große Anzahl von Bürgerprojekten in Hinsicht auf deren Verwaltung und mit Fachwissen zu unterstützen, dieses für unsere Region unentbehrliche Engagement wurde auch bei der Verleihung des Preises der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit letzten November ausgezeichnet.