Eurodistrict Saarmoselle
 

3. Projektaufruf des Interreg-Programms: Anträge unter Beteiligung des Eurodistricts

Der Eurodistrict SaarMoselle hat zum Jahresende 2017 am dritten Projektaufruf Interreg VA Großregion teilgenommen, der am 13. Oktober geendet hat. Er hat sich drei Projekten in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Gesundheit und Verkehr angeschlossen.

 

Der Eurodistrict hat sich dem Projekt InnovationExport!, mit der Universität Trier als Träger, als strategischer Partner angeschlossen mit dem Ziel der Förderung von Forschung und Entwicklung in der Region. Dieses Ziel soll insbesondere über die Einrichtung und Entwicklung eines Netzwerks von Unternehmen (vor allem KMU), Hochschulen im Bereich der angewandten Wissenschaften, aber auch von regionalen Wirtschaftsförderern in der Großregion erreicht werden. Zahlreiche Aktionen des Projektes zielen auf die Unterstützung von Exporten von KMU.

 

Mit diesem Projekt bekommt der Eurodistrict die Möglichkeit, mit Unternehmen und Universitäten der Region direkt in Kontakt zu treten und das neu eingerichtete Netzwerk für seine verschiedenen Initiativen im Bereich der Wirtschaftsförderung und des Standortmarketings zu nutzen.

 

Der Eurodistrict beteiligt sich ebenso an dem Projekt „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich in der Großregion" (COSAN). Träger ist die EWIV „Europäische Beobachtungsstelle für grenzüberschreitende Gesundheit". Die beantragte Förderung soll verschiedenen Zielen dienen. Insbesondere sollen die Zusammenführung der Daten und der Datenaustauschs im Gesundheitswesen, der Austausch bewährter Praktiken zwischen den Akteuren im medizinischen Bereich, die medizinische Notfallhilfe und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen verbessert werden. Der Eurodistrict möchte insbesondere einen Teil der Umsetzung der grenzüberschreitenden Gesundheitsvereinbarung MOSAR kofinanzieren lassen.

 

Im Bereich Verkehr wird der Eurodistrict SaarMoselle die Rolle eines strategischen Partners im Projekt « Terminal » übernehmen. Die HTW Saar (Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes) ist Träger des Interreg-Antrags für die Entwicklung eines autonomen elektrischen Minibusses zur Nutzung auf grenzüberschreitenden Strecken. Wenn die technischen Vorbereitungen geleistet sind, werden auf genau festgelegten Strecken zwischen Frankreich und Deutschland und zwischen Frankreich, Belgien und Luxemburg Tests durchgeführt. Die Projektpartnerschaft beinhaltet verschiedene öffentliche Einrichtungen und Universitäten aus allen Staaten der Großregion.

 

Die Kurzanträge für alle drei Vorhaben wurden im Oktober 2017 beim Interreg-VA-Programm im Rahmen des Go/No-Go-Verfahrens eingereicht, ein Verfahren, welches der Redaktion des eigentlichen Antrags vorangestellt ist.