Eurodistrict Saarmoselle
 

Verkehrsstudie

Studie zum grenzüberschreitenden ÖPNV im Metropolraum SaarMoselle

 

Der Zusammenhalt im Raum SaarMoselle äußert sich täglich in zahlreichen grenzüberschreitenden Austauschbewegungen. So haben die Pendlerströme in den letzten Jahren zugenommen, ebenso wie die Fahrten zu Einkaufs- oder Freizeitzwecken.

Angesichts der mit diesem Thema verbundenen Herausforderungen hat der Eurodistrict SaarMoselle eine Studie zum grenzüberschreitenden ÖPNV durchführen lassen, die durch seine Mitglieder, den französischen Staat, die Region Lothringen und die EU kofinanziert wurde. Auftragnehmer war das Büro PTV.

Die Studie behandelte insbesondere folgende Schwerpunkte:

-          Strukturierung des Akteursystems im ÖPNV,

-          Analyse der grenzüberschreitenden Verkehrsströme,

-          Entwicklung eines grenzüberschreitenden Verkehrsplans,

-          Grobe Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Saarbahn.

 

Die Versammlung des EDSM hat die Ergebnisse dieser Studie Anfang 2012 angenommen und die genehmigungsabhängige Tranche über den Ausbau des grenzüberschreitenden Stadtbahnnetzes bewilligt. Deren Schlussfolgerungen lagen Ende 2012 vor.

 

Genehmigungsabhängige Tranche der ÖPNV-Studie

 

Es handelte sich um eine grobe Machbarkeitsstudie im Hinblick auf den Ausbau des grenzüberschreitenden städtischen Schienennetzes (Stadtbahn) auf der Ebene des Metropolgebiets. Das Ziel besteht nicht darin, im Detail eine neue Stadtbahnlinie zu planen, sondern auf konzeptueller Ebene die Notwendigkeit eines Ausbaus des Netzes zu bewerten und für diesen Fall die anzuschließenden Gebiete und ihre Einbindung in ein ausgewogenes Netz festzulegen.

 

Diese Studie hat gezeigt, dass in Bezug auf eine Stadtbahnerweiterung im Eurodistrict der Korridor Saarbrücken - Forbach mit Abstand das höchste grenzüberschreitende Potenzial aufweist. Für diesen Korridor wurden deshalb 3 Trassenvarianten untersucht.

 

Jede hat Vor- und Nachteile. Manche Trassen eröffnen insbesondere die Chance, auch stadtplanerisch neue Akzente setzen zu können.

Der Auftragnehmer empfiehlt, die Anbindung Alt-Saarbrückens in den Untersuchungen der technischen Machbarkeit zu berücksichtigen.

Die betriebliche Machbarkeit ist im Übrigen derzeit ungeklärt und wäre in einem nächsten Schritt im Detail zu prüfen.

 

Dies wäre durch eine vertiefende Studie zu leisten.

 

Neue ÖPNV-Verbindung für den Eurodistrict SaarMoselle 

 

2014 wurde eine vertiefende Machbarkeitsstudie durchgeführt. Sie war in mehrere Phasen unterteilt:

 

- Die erste Phase war auf die Verbindung zwischen Saarbrücken und Forbach konzentriert.  Zwei hinsichtlich Investitionskosten, Anbindungsmöglichkeiten und Fahrgastpotential relevante Streckenvarianten wurden herausgearbeitet, mit der Möglichkeit, diese mit Stadtbahn-Technik oder mit einem Bahnbus (Bus mit hoher Servicequalität) zu realisieren.

 

- In der zweiten Phase wurde die Machbarkeit einer kleinen und einer großen Streckenschleife untersucht. Es ist möglich, das gesamte Gebiet des Eurodistricts zu vernetzen, indem man private Eisenbahngleise aus dem Bergbau nutzt, was eine deutliche Senkung der Baukosten ermöglicht.

 

- Schließlich wurden die weitreichenden Auswirkungen des Einsatzes dieses neuen ÖPNV-Mittels untersucht: Positive sozioökonomische Auswirkungen z.B. durch die Schaffung von dauerhaften Arbeitsplätzen und Wohnraum werden erwartet. Im Bereich der Raumplanung werden ebenfalls neue Perspektiven eröffnet. Auch das Image unserer Region würde sich erheblich verbessern. 

  

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Broschüre Mobilität im PDF Format